Weblog, das
Ein Weblog ist eigentlich ein Instrument zur Echtzeitverbreitung von individuellen Nachrichten unter einem subjektiven Standpunkt. Mein Weblog scheint aber immer mehr zur Zeitung zu verkommen, denn a) unterliegen meine Nachrichten einer freiwilligen Selbstzensur, seit ich rausgefunden habe, dass auch mein Chef mitliest und b) berichte ich doch fast immer von Sachen, die schon gelaufen sind.
So auch heute. Wer denkt, in Griechenland sei immer eitel Sonnenschein, der liegt falsch. Schließlich ist das hier die Ägäis und nicht die Karibik. Ja, leider. Und auch, wenn ich mir vorgenommen habe, immer nur bei strahlend blauem Himmel Fotos zu machen, um diese Illusion aufrecht zu erhalten, lässt sich das jetzt wohl nicht mehr durchhalten.
Da wir nahe der See wohnen, ändert sich das Wetter täglich. Während ich mich am Sonntag noch sonnen konnte (und die Nachbarn mir merkwürdige Blicke á la „These stupid blond tourists“ zuwarfen), goss es am Montag wie aus Kübeln.
Aber im Büro waren wir ja sicher vor dem Regen. Dachten wir. Bis es anfing, von der Decke zu tropfen. Während Dimitris also nach einem Mop suchte, versuchten wir, den Strom Brackwasser, der sich da mittlerweile ergoss, mit unseren Plastikbeuteln zu stoppen und alle elektronischen Geräte in Bodennähe in Sicherheit zu bringen. Klatschnass kam unser Boss wieder zurück und wischte das Wasser weg. Ila gewann dem ganzen immerhin noch etwas Positives ab: „Wenigstens ist es hier jetzt schön sauber!“










