My big fat greek internship

Das Weblog einer frisch diplomierten jungen Online-Journalistin auf ihrem ersten "Auslandseinsatz" als Praktikantin auf der griechischen Insel Chios. Eigentlich für Mama, Papa, Schwester, aber natürlich auch für Freunde, Blogger, Menschen :o)

Freitag, Dezember 22, 2006

Eine Weihnachtsgeschichte


Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Kostas ausging, dass alle deutschen Praktikanten auf Chios Perivoli sehen müssen. Dieses Gebot war das allererste und geschah zu der Zeit, da Miriam bald nach Hause musste. Und jederman ging auf das geschätzte Gebot ein, ein jeder aus Chios-Stadt.

Da machte sich auf auch Miriam aus Hessen, aus der Stadt Rodgau, in das griechische Land zur Insel Chios, zu der Stadt die da heißt Kambos, mit Carina, ihrer Vertrauten (nein, sie war nicht schwanger!). Kaiser Kostas nahm sie in seiner Kutsche mit. Und als sie dort waren, erblicketen sie den Glanz von Perivoli, einer exquisiten Herberge, die über und über funkelte.

Und es gingen ihnen die Augen über von so viel Glanze auf dem Felde bei den Hürden. Und Kostas trat zu ihnen, und die Klarheit seiner Ratschläge leuchtete um sie, und sie lachten sehr. Und Kostas sprach zu ihnen: Diese exklusive Herberge gehört einem Greek-American, der neben dem Hotel mehrere Schiffe besitzt. Jedes Jahr schmückt er seinen Besitz und macht ihn zu einem Winter Wonderland!

Und als Kostas sie wieder nach Hause fuhr, sprachen die Praktikanten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Deutschland und die Geschichte verbreiten, die Kostas uns kundgetan. Miriam aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.


"There will be new songs to listen to, new people to meet... but there will always be a thin and persistent line between... you and me! And since I don't want this to be a good bye, I'll call it a 'see you later!'"
Grazie Ila, penso appena le vostre parole misura dentro qui perfettamente!

Mittwoch, Dezember 20, 2006

Melancholisch auf Mytilene


Zeit: 4 Uhr morgens.
Ort: Hafen von Chios.
Mission: Fahrt nach Lebos.
Mentaler Zustand: Aufgeregt!


Was lange währt, wird endlich gut, und so hieß es für Carina und mich gestern Leinen los, um unser Nachbareiland zu besuchen. Und zwar mit dem Schiff, juchu! Natürlich waren wir viel zu früh dran, aber wenn uns die Dame sagt, wir sollen um vier da sein, dann heißt dass nach den deutschen Tugenden Pünktlichkeit und Ordnung auch 4 Uhr, null Minuten und null Sekunden. Um uns herum ein Gewusel, LKW-Fahrer wollen die Ladung abholen, Griechen sitzen vor dem Kafeneion, rauchen und trinken Frappé. Von weitem sehen wir die Lichter der ΘΕΟΦΙΛΟΣ (Theofilos) vor der türkischen Küste auftauchen. Die riesige Fähre gleitet in den Hafen und dreht bei. Schiffsschrauben wirbeln das Wasser auf, als sie rückwärts anlegt, die Ladeklappen schon offen. Beindicke Taue werden geworfen und an den Pollern festgemacht, das Schiff legt an. Es spuckt Menschen und Fahrzeuge aus, die Zugmaschinen der LKWs beeilen sich mit dem Entladen, Sträflinge werden abgeführt und in einen Polizeiwagen verfrachtet, ein Leichenwagen holt einen Sarg. Wir gehen an Bord und beobachten das Treiben über die Reeling des Achterdecks gelehnt. Eine Durchsage ertönt, viertel vor fünf der Last Call für die Fahrgäste, dann legt die Theofilos ab. Ich laufe das Deck entlang, gehe ganz nach oben bis zum gewaltigen Schornstein, der dunkle Abgase ausspuckt. Wind zerrt an meinen Haaren und an meinem Mantel. Als wir den Hafen verlassen haben, liegt nur das träge, schwarze Meer unheimlich still vor uns, dass der Bug zerschneidet. Weiße Gischt spritzt. Ich begebe mich unter Deck.

Im Ruheraum warten schon die "airplane type seats" auf uns. Heiße Luft schlägt uns entgegen, ein paar Griechen haben ihre Schlafsäcke auf den Gängen ausgerollt. Wir versuchen, eine einigermaßen bequeme Position zu finden und dösen vor uns hin. Ab und zu heben sich meine Lider, aufgeschreckt vom Klackern des Komboloi, einer Art Kette, die sich Männer um die Hand wickeln und die einzelnen Kugeln weiterschlagen.

Willkommen auf Lesbos!


Dreieinhalb Stunden später legen wir im Hafen von Mytilene, der Hauptstadt von Lesbos, an. Auch hier erwartet uns wieder dasselbe Bild: LKWs, Polizei, Soldaten. Wir verlassen die Fähre und begeben uns auf Sightseeing-Tour. Erste Station ist die Freiheitsstatue von Mytilene, die direkt am Hafen liegt. Danach liegt das Frühstück an. Vorbei an stylischen Bars ähnlich denen von Chios suchen wir das Café, in dem die meisten Griechen sitzen. Hier bestellen wir Frappé und Blätterteigteilchen mit Käse (Tiropita) sowie frittierte Hefebällchen mit Sirup, Zimt und Nüssen (wenn mich nicht alles täuscht, heißen die Lukumades). Was uns gleich auffällt: Während auf Chios längst die Stühle eingeräumt sind, sitzen hier noch alle draußen, geschützt durch durchsichtige Planen und gewärmt durch Heizstrahler. Außerdem ist es einen Hauch günstiger als in Chios.

Nach dem Frühstück - es regnet mittlerweile - gehts auf zur Touristeninformation, die leider geschlossen ist. You know, it is winter... Sie liegt mitten am Hafen am Platia Sappho, den eine Statue der gleichnamigen griechischen Poetin ziert. Und ja, das war die Dame, die von lesbischer Liebe gedichtet hat.

Orthodoxe (Be-)Sonderheiten
Um Schutz vor dem Regen zu suchen, machen wir uns auf, die orthodoxen Kirchen von Mytilene zu erkunden. Die meisten sind nach byzantinischer Bauweise errichtet, weisen den typischen Kuppelbau und den obligatorische Glockenturm auf. Im Innern sind sie prunkvoll mit Gold verziert. Wo bei uns der Altar steht, findet sich hier die holzgeschnitzte Ikonostase, von der aus die Heiligen auf uns herabblicken. Orthodoxe Griechen bekreuzigen sich beim Betreten der Kirche und küssen anschließend die Ikonen. Und wenn ich sage Küssen, dann meine ich das auch. Ein Schmatzer aufs Glas – weiter zur nächsten Ikone. An hohen Feiertagen, die besonders viele Gläubige anlocken, gibt es extra Leute, die den Lippenstift nach einiger Zeit wegwischen, wie uns unser Chef Kostas erklärte. Überhaupt hat so ein orthodoxer Gottesdienst seine Besonderheiten: er wird in altgriechisch abgehalten, was aber die meisten Griechen nicht mehr verstehen. So herrscht ein ständiges Gemurmel, was denn der Priester gesagt haben könnte. Eine Messe dauert drei Stunden, man muss ihr aber nicht die ganze Zeit beiwohnen, sondern kann kommen und gehen, wann man will. Anschließend trifft man sich in gemütlicher Runde, um einen Kaffee zusammen zu trinken.

Shopping in Mytilene


Carina und ich spazieren weiter die Ermou Street entlang, eine Einkaufsstraße. Allerdings kommen wir zu dem Schluss, das Chios bessere Läden bietet als dieser – sorry, Griechen – "Türkenramsch". Als sich die Sonne wieder zeigt, geht es auf zum Amphitheater, das auf dem höchsten Punkt von Mytilene liegt. Von hier aus haben wir einen schönen Blick auf die Stadt, auch wenn von den Ruinen des Theaters recht wenig übrig geblieben ist. Die Ränge sind komplett zerstört, hier wuchert nur das Gras. Bruchstücke steinerner Säulen sind in der Nähe aufgestellt. Die Straßen sind glitschig vom Regen und so schlitterer ich mehr schlecht als recht bergab. Was gäben wir jetzt für Schuhe, die ihre Absätze vorne hätten! Perfekt für die griechischen Steilhänge.

Auf zur Festung!


Nach einer Kaffeepause besuchen wir das Antike Museum, in dem wir - wie in Chios - wieder die einzigen Gäste sind. Für Studenten ist der Eintritt übrigens frei. Hier finden sich sehr schön restaurierte Mosaikfußböden, mehrere Statuen und Hausutensilien. Anschließend begeben wir uns auf die nahe gelegene Festung. Im Wald finden wir ein Schild, das Fotografieren untersagt. Allerdings hat es schon ziemlichen Rost angesetzt, so dass wir uns einfach nicht dran halten. Ein paar Schritte weiter finden wir mit Camouflage-Muster angestrichene Häuschen. Anscheinend war das hier wohl mal militärisches Sperrgebiet und wir sind feindliche Spione. Übrigens hatten die Soldaten einen sehr schönen Ausblick aufs Meer, den wir uns nicht entgehen lassen.

So, jetzt aber genug von dem sachlichen Text. Ich merke, ihr wollt ein paar lustige MM-Stories hören. Okay. Nach dem Tipp von Vasilis, einem Freund von Dimitris, essen wir im Καλνθεριμι (Kalderimi) zu abend. Die Griechen nennen das wohl Mittagessen, denn in der kleinen Taverne ist die Hölle los. Das Kalderimi liegt in einem Gässchen in der Nähe der Ermou St. Die durchtrainierte Bedienung (weiblich!) macht mir mit ihren Oberarmen Konkurrenz und mit ihrer Bodybuilder-Figur Angst. Aber wir sind ja hier auf Lesbos, und da ist Nomen Omen. Wir bestellen also eine Auswahl an Vorspeisen und kommen uns schon richtig schlau und griechisch vor. Leider haben wir aber vergessen, das Schafskäse, Makrelen und Speck ziemlich salzig sind. Ob sie uns deswegen bei der Bestellung so komisch angeguckt hat? Lecker wars trotzdem und die 1,5-Liter-Flasche Wasser rettet unsere salzigen Zungen.

Weihnachtsschmuck auf griechisch


Dann wagen wir uns noch mit dem Bus ins Hinterland, wo der Fahrer so heizt, dass sich selbst die Griechen bekreuzigen. Moment: Das machen die nicht wegen dem Fahrer, sondern immer dann, wenn wir an einer Kapelle vorbeifahren. Schließlich erkunden wir das schöne Dörfchen Thermi mitten im Dunkeln, so dass uns nur die auch hier zahlreich blinkenden Lichterketten den Weg weisen. Unser Aufstieg zur Kirche der Panagia Trulloti wird erst durch einen kleinen, dann durch einen großen Kläffer verhindert, so dass wir schleunigst die Haxen schwingen und uns wieder an der Bushaltestelle einfinden. In Mytilene noch schnell ein paar Souvenirs eingesackt und dann gehts auch schon wieder an Bord.

Nissos Myokonos in full effect!


Diesmal heißt unsere Fähre ΝΗΣΟΣ ΜΥΚΟΝΟΣ (Nissos Mykonos) und ist das Flaggschiff der Hellenic Seaways. Hier muss man keine Stufen erklimmen, sondern wird per Rolltreppe befördert, die Sitze haben keinen pink-grünen Bezug sondern sind aus braunem Leder und auf den Flachbildschirmen läuft der griechische TV-Sender ANT1 mit einer Seifenoper. In nur zwei Stunden soll die Fähre den Weg zurücklegen, für den wir mit der Theofilos dreieinhalb gebraucht haben. Wir schlafen ein und wachen erschreckt auf – haben wir jetzt Chios verpasst? Vor unserem inneren Auge sehen wir uns schon in Piräus. Aber nein, auch das schnellste Schiff hat mal Verspätung und so erleben wir, wie der Kapitän voll Karacho in den Hafen einfährt und so anlegt, als würde er bei einem Auto in voller Fahrt die Handbremse ziehen.

Als die Klappen runtergehen, sehe ich doch tatsächlich Watermelon und Tasos. Die beiden, die hier so lange Bestandteil meines Lebens und meiner Abende waren, verlassen doch tatsächlich die Insel – vor mir! Melancholie überfällt mich und ich weiß, es ist Zeit für mich, zu gehen.

PS: Bilder gibts wie immer auf flickr!

Montag, Dezember 18, 2006

Verweile doch, du bist so schön!


Vielleicht erinnert sich der ein oder andere von euch an einen – meiner Meinung nach – belgischen Film, der etwas mit einem magischen Kleid zu tun hatte. Genau so kam ich mir auch vor, eine magische Nacht in meinem magischen Kleid – mehr ist da eigentlich garnicht zu sagen.

Na gut, ein bißchen noch:

Kleine Männer – oder sollte ich besser sagen: Kinder? – versuchen ihr Glück mit dem Mut der Verzweifelten, so dass ich schließlich andere Griechen bitte, ihnen zu sagen, sie sollen weggehen. Vor allem, wenn sie mit 1,55m so "micro" sind wie dieser Typ und Carina ihn um gut zwei Köpfe überragt. Es ist schon nach 12, da sollten U-16-Jährige doch schon zu Hause sein, oder?

Jedenfalls erstaunt mich der von mir als Rausschmeißer beauftragte Giorgos damit, dass er uns kennt und sogar weiß, wo wir arbeiten – aaaah, Angst! Ist man denn als Ausländer hier so auffällig? Den Kaffee am nächsten Tag lehne ich aber erstmal dankend ab. Wenigstens erfahre ich, warum hier immer so viele Männer sind: Ab 26 ist die Durchschnittsgriechin nämlich verheiratet.

Um kurz vor sechs finde ich mich tanzenderweise mit Carina, Padelis und Nikos auf der Bar wieder, wo wir zu "The next episode" die Hüften schwingen und uns der Barmann (wieder ein Kostas) mit diversen Getränken versorgt, damit wir durstigen Tänzer weiter durchhalten.

Am nächsten Morgen steht mit dem Archäologischen Museum erstmal Kultur auf dem Programm. Die Museumsdame schaut uns aber genau auf die Finger, nicht dass wir noch den ein oder anderen griechischen Fund mitnehmen. So eine Amphore oder ein Säulenkapitell könnte man sich ja mal schnell in die Jeanstasche stecken. Schließlich werden wir herauskomplimentiert, denn "The museum is closed now!" So pünktlich habe ich Griechen noch nie erlebt, aber die wollen bestimmt auch noch was von ihrem Sonntag haben.

Also ab ins Flocafé und eine Biscolato caldo trinken. Das ist ein perverses Gemisch aus Kekskrümeln, Karamellsoße und heißer Schokolade. Hmmmmmm! Jetzt nicht an die Kalorien denken, sondern den Ausblick über den Hafen genießen. Ach, macht mich das melancholisch...

Freitag, Dezember 15, 2006

Sind die Griechen die besseren Amerikaner?

Diese Frage stellen sich Carina und ich seit geraumer Zeit. Genauer gesagt, wäre es mir wohl kaum aufgefallen, aber da Carina ja ein Jahr in Texas, bei den Ur-Amis quasi, verbracht hat, hat sie das mal analysiert.

Punkt 1: Griechen und Amis haben die gleiche Vorliebe für Pick-ups! Auf der Insel werden damit nicht nur Watermelons, Kühe und ahnungslose Touristinnen transportiert. Die Fahrzeuge eignen sich auch bestens zum Fahren auf den zahlreichen Feldwegen und Schotterpisten, auf die man sich mit seinem KIA picanto nicht wagen sollte.

Punkt 2: Xtra-Large! Hier gibt es wie in God’s own country alles in XXL-Packungen. Neulich entdeckt: die Literpackung Duschgel! Im Supermarkt gibt es Plastiktüten kostenlos und ab und an auch einen Einpack-Service. Außerdem finden sich viele Rabattaktionen direkt auf den Produkten (obwohl, das könnte auch vom südosteuropäischen Handelstemperament kommen...)

Punkt 3:
Weihnachten. Obwohl ja nicht so groß wie Ostern, werden hier die Häuser geschmückt und blinken dabei in den grellsten Farben. Hier gibt es keine Lichterkette, die einfach nur leuchtet, nein, sie muss immer blinken! Bestes Beispiel dafür: der Diskobaum unserer Nachbarn! Da wollte der Typ von der Army sein Haus wohl auch so schön schmücken wie das von Kostas Cousin gegenüber und verzierte einen Baum mit drei Lichterketten, von denen eine blinkt, eine leuchtet und die andere die Lichtpunkte wie eine Schlange kriechen lässt. Manchmal blinken sie auch alle zusammen. Freuet Euch, oh Christenheit!

Punkt 4: Coffeeshops und Sandwich-Läden gibt es hier en masse. Natürlich alles auch zum Mitnehmen, Verzeihung, to go! Erst gestern waren wir in einem essen. Der obligatorische Flachbildschirm zeigte "Europe2" (sonst läuft da auch gerne mein Lieblingssender "Fashion TV" oder natürlich Fußball) mit einem französischen Musikvideo, das ich euch nicht vorenthalten wollte. Ich verabschiede mich mit den Worten:

Fous ta cagoule!

Mittwoch, Dezember 13, 2006

Biutifuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuul!


Es hatte sich schon die ganze Woche angekündigt und unzählige Plakate erzählten davon: Larry und Chris, zwei superheiße Boys, sollten sich im "Avenue" für uns entblättern. Pardon, ich meine natürlich LaRy und Chris.
Ich bin selbstverständlich nicht hingegangen, weil ich sowas als abstoßend und widerlich und die Menschenwürde verletzend empfinde.

Das glaubt ihr doch selbst nicht, oder? Ich lebe hier seit vier Monaten im Zöllibat, da darf man nicht mehr wählerisch sein, wenn sich einem nackte männliche, äh, Haut entgegenstreckt. Um kurz nach zwölf finden sich Carina und meine Wenigkeit also in der Bar am Hafen ein. Mittlerweile läuft Avenue wohl Metropolis den Rang ab, was auch an Aktionen wie "Party me Ouzo" liegt. Hier kann man jeden Sonntag ab 15 Uhr nach einer Pauschale von 10 Euro soviel Wein und Ouzo trinken wie man will. Doch zurück zum Samstag: Um uns herum befinden sich ca. 90 Prozent Männer, wobei wir uns fragen, warum die in aller Welt Lary und Chris sehen wollen. Achso, es ist ja Ladies Night, vielleicht hatten sie auf ein paar mehr Frauen gehofft. Offensichtlich Pech gehabt.

Schiesser rules!
Wir treffen unseren Kollegen Mihalis, dessen Freundin ihren Geburts- oder auch Namenstag feiert und natürlich betreten auch Tasos und Watermelon (neuerdings Freunde) den Ort des Geschehens, wobei ich ja – dem Poster zufolge – darauf spekuliert habe, dass Tasos Chris ist. Man sieht ja nur die Muskeln und sein Gesicht ist, ehrlich gesagt, nur halb so ansprechend. Es kommt, wie es kommen muss. Einer der Stripper positioniert sich unter viel (weiblichem?) Gegröhle ganz in unserer Nähe und präsentiert seine attraktive Schiesser-Unterwäsche. Aaaaaaaaaaaahhh, Hilfe! Zwei Gedanken schießen mir durch den Kopf: Warum trägt der Typ keine ausgestopfte Hose und warum sieht das, was bei Frauen schön wirkt, bei Männern einfach nur plump aus?
Wir fragen uns: Woher kommen diese Typen? Wohnen die auf der Insel? Sind das Chioten? Oder werden die extra eingeflogen? Wahrscheinlicher, denn mit so einer Schmach können die doch schlecht leben, oder? Jedenfalls haben wir ziemlich viel Spaß und solange mich nicht einer von denen aufs Podest zieht, bleibt das auch so.

Als mittlerweile professioneller Posterentwender klaue ich natürlich noch das Plakat der beiden, dass nun unser trautes Heim verschönert.

Dienstag, Dezember 12, 2006

Ich will Teil einer Bewegung sein!

Die guten alten Tocotronic. Nicht, dass ich sie einmal gehört hätte, im Gegenteil, die waren mir immer viel zu alternativ und wenn man alternativ sein will darf man, glaub ich, keine rosa Tops mehr tragen und auch nicht verraten, früher mit Barbie gespielt zu haben. Ich schweife ab. Jedenfalls bin ich jetzt endlich, endlich Teil einer Bewegung und ihr, liebe Online-Journalisten, seid es auch!

Wir alle sind "Teil eines hoch gebildeten Lumpenproletariats"! Also, schnell exmatrikuliert und in einen Studiengang eingeschrieben, der zwar so sexy ist wie Bausparen aber seien wir mal ehrlich: Wir wollen alle Sicherheit.

Ich kann ja noch reich heiraten.

Und hier meine Top-3-Alternativjobs!

Platz 1: Po-Double für Keira Knightley
Platz 2: Schokoladensortencreateurin
Platz 3: Barbiekleiderdesignerin

Donnerstag, Dezember 07, 2006

The Mediterranean diet

Das hier alle Männer permanent auf Diät sind, habe ich ja schon erwähnt. Aber wir kochen trotzdem weiter, denn wenn man zu dem ganzen Käse, Butter, bösen leeren Kohlehydraten also, Milch mit 0,1 Prozent Fett verwendet, hebt sich beides gegenseitig auf und tendiert gegen Null. Ha! Ausgetrickst!

Und da es ja auch hier sehr weihnachtet, haben wir gestern gleich mal Plätzchen gebacken. Ups, statt Mandeln haben wir Kokosnuss gekauft und statt Vanillinzucker Ammoniak aber was solls! Ordentlich Zucker drauf und dann schmeckt mans garnicht. Nein. Natürlich haben wir diese komischen, artfremden Zutaten für Vanillekipferl weggelassen und so hats trotzdem gemundet.

Und so stiegen Carina und ich wagemutig auf die Waage in der neuen coolen Apotheke, in der die Aspirin statt früher 50 jetzt 60 Cent kosten (unverbindliche Preisempfehlung und he: irgendwie muss man doch die Kosten für den Umbau wieder reinbekommen!) und siehe da: wir beide wiegen vier Kilo mehr als bei unserer Ankunft! Darauf noch ein Plätzchen!

PS: Da es bei ins beiden dasselbe "Übergewicht" ist, habe ich ja noch die Hoffnung, dass die Waage einfach ein bisschen falsch geht. Oder das unsere Klamotten schwer wiegen. Ansonsten sind das alles Muskeln. You like muscles? (Insider)